FÖA – Grundinstandsetzung, Umbau und energetische Sanierung einer Försterei

Ansicht von der Gartenseite
Ansicht von der Gartenseite
Zimmer mit aufgearbeiteten Dielen, instandgesetzten Türzargen/-blättern und Fußleisten. Elektroverteilung und Verlegesysteme sind komplett erneuert.
Zimmer mit aufgearbeiteten Dielen, instandgesetzten Türzargen/-blättern und Fußleisten. Elektroverteilung und Verlegesysteme sowie Heizungsverteilung und Heizkörper sind komplett erneuert. Fensterbekleidung und Fensterbänke wurden nach Einbau der Innendämmung dem Original entsprechend nachgebaut.

Hintergrund:

Zu einem Försterwechsel sollte die Försterei aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts grundinstadgesetzt werden.

Konzept:

-Keller
Sichtbare Salz- und Feuchtigkeitsschäden, Laboruntersuchung von entnommenen Bohrkernen, geotechnischer Untersuchungsbericht durch externes Ingenieurbüro zur Bestimmung des Beanspruchungsfalles (aufstauendes Sickerwasser)
Sanierungskonzept: Historische und nachträgliche Querschnittsabdichtungen (Bohrlochinjektionen) im Mauerwerk weitgehend intakt, defekte Regenfallrohre und lokale Leckagen, sowie nicht geeignete senkrechte Abdichtung der Außenwände ursächlich für Durchfeuchtung im Keller. Maßnahmen: Erneuerung der Entwässerungsanlage, Abdichtung der Keller-Außenwände einschl. geeigneter Wanddurchdringungen, Einbau einer Ringdrainage mit Anschluss an die Vorflut, Entfernung des salzbelasteten Putzes und Neuverputz mit Sanierputzsystem WTA. Unterseitige Dämmung der Kellerdecke.
-Gebäude
Dachstuhl statisch instandgesetzt, Neueindeckung mit dem Original entsprechenden Tonziegeln und Zinkblechanschlüssen, diffusionsoffene Konstruktion mit Zellulosedämmung und Unterdeckplatte (ohne Folien) dreifachverglaste Holzdachflächenfenster, Innenausbau aus Gipskarton, teilweise Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten.
Instandsetzung der Mauerwerksverfugung
Holzfußboden ergänzt, geschliffen und geölt, alte Kunststofffenster ausgetauscht gegen dreifach verglaste Holzfenster erneuert, Fenstergewände und -bänke, sowie Fußleisten teilweise nachgebaut, Bäder komplett erneuert, Kellerniedergang, Außenterrasse und Eingangstreppe neu eingebaut, Beläge aus unbehandeltem Douglasie Holz
Alle Hölzer heimisch, FSC und/oder PEFC zertifiziert
-Haustechnik
Kompletterneuerung der Elektro-, Daten-, Sanitär-, Blitzschutz- und Heizungsanlage, lediglich Öl- und Holzvergaserkessel einschl. Öltank wurden instandgesetzt und erhalten.
Erneuerung der Grundwasseraufberatungsanlage.

Status:

Fertigstellung 06/2017

Neue Eingangstreppe
Neue Eingangstreppe
Ansicht Hofseite
Ansicht Hofseite
Ansicht Hoffassade
Ansicht Hoffassade
Terrasse
Terrasse
Denkmalgerechter Dach-/Mauerwerksanschluss
Geländerdetail
Geländerdetail
Flur mit aufgearbeiteten Dielen, instandgesetzten Türzargen/-blättern und Fußleisten
Flur mit aufgearbeiteten Dielen, instandgesetzten Türzargen/-blättern und Fußleisten
Komplett erneuertes Badezimmer im Obergeschoss. Einbau einer bodengleichen Dusche.
Komplett erneuertes Badezimmer im Obergeschoss. Einbau einer bodengleichen Dusche.
Aufgearbeitete Treppe
Aufgearbeitete Treppe
Eingangstreppe vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Eingangstreppe vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Probeachse mit Kernbohrungen für die Bohrkernentnahme. Historische Querschnittsabdichtung unter der obersten Kernbohrung ist intakt. Darunter ergeben alle Messwerte kapillare Durchfeuchtungsgrade (DFGkap) von über 90%. (Zum Vergleich: Oberste Kernbohrung nur 4,2% DFGkap )
Probeachse mit Kernbohrungen für die Bohrkernentnahme. Historische Querschnittsabdichtung unter der obersten Kernbohrung ist intakt. Darunter ergeben alle Messwerte kapillare Durchfeuchtungsgrade (DFGkap) von über 90%. (Zum Vergleich: Oberste Kernbohrung nur 4,2% DFGkap )
Salzschäden und Durchfeuchtung
Salzschäden und Durchfeuchtung
Salzschäden und Durchfeuchtung im Wasch- und Wasseraufbereitungskeller
Salzschäden und Durchfeuchtung im Wasch- und Wasseraufbereitungskeller
Wasch- und Wasseraufbereitungskeller nach der Instandsetzung
Wasch- und Wasseraufbereitungskeller nach der Instandsetzung
Wasch- und Wasseraufbereitungskeller nach der Instandsetzung
Wasch- und Wasseraufbereitungskeller nach der Instandsetzung

von der Baustelle:

11/2016
11/2016

N109 – Instandsetzung und energetische Sanierung einer Gründerzeitvilla

Ansicht von der Straße
Ansicht von der Straße

Hintergrund:

Ein extern begonnener Umbau sollte beendet werden.

Konzept:

-Keller
Sichtbare Salz- und Feuchtigkeitsschäden, Laboruntersuchung von entnommenen Bohrkernen
Sanierungskonzept: Historische Querschnittsabdichtungen im Mauerwerk weitgehend intakt, Anschluss der Abdichtung der geplanten neuen Sohle an die vorh. Querschittsabdichtung;
maschinelle Lüftung/Entfeuchtung zur Vermeidung von Kondensatbildung;
Entfernung des salzbelasteten Putzes und Neuverputz mit Sanierputzsystem WTA;
Unterseitige Dämmung der Kellerdecke
-Gebäude
Dachstuhl instandgesetzt, Neueindeckung mit dem Original entsprechenden Tonziegeln (Doppelmuldenfalzziegeln) und Zinkblechanschlüssen, diffusionsoffene Konstruktion mit Zellulosedämmung und Unterdeckplatte, dreifachverglaste Holzdachflächenfenster, Innenausbau aus Gipskarton, teilweise Innendämmung mit Kalziumsilikatplatten.
Erneuerung und Nachbau der profilierten Flugsparren und Sparrenköpfe;
Alte isolierverglaste Fenster ausgetauscht gegen dreifach verglaste Holz-Aluminiumfenster;
Mineralisches Wärmedämmverbundsystem (natureplus zertifiziert) mit mineralischem Putzsystem

Status:

Fertigstellung 07/2016

Ansicht Gartenseite vor dem Umbau
Ansicht Gartenseite vor dem Umbau
Ansicht Gartenseite nach der Maßnahme
Ansicht Gartenseite nach der Maßnahme
Dachranddetail, neue Flugsparren, Pfettenköpfe und Konsolen
Dachranddetail, neue Flugsparren, Pfettenköpfe und Konsolen

von der Baustelle:

10/2015
10/2015

FeWoG – Umbau eines Speichers zu einer Ferienwohnung

Ansicht von der Gartenseite nach Umbau
Ansicht von der Gartenseite nach Umbau, Farbkonzept orientiert sich an der gegenüberliegenden Fachwerkscheune
Ansicht von der Hofseite (Hofgestaltung Ing.-Büro Biethahn und Partner)
Ansicht von der Hofseite (Hofgestaltung Ing.-Büro Biethahn und Partner)
Seitenansicht, Gebäude bleibt als Raumkante des Platzes erhalten
Gebäude bleibt als Raumkante des Platzes erhalten
Schrägansicht von der Gartenseite nach Umbau, Farbkonzept orientiert sich an der gegenüberliegenden Fachwerkscheune
Schrägansicht von der Gartenseite nach Umbau, Farbkonzept orientiert sich an der gegenüberliegenden Fachwerkscheune
Ansicht von der Gartenseite
Ansicht von der Gartenseite

Hintergrund:

In einem bestehenden Gebäudeensemble eines alten Forstamtes, sollte ein offensichtlich baufälliger, gründerzeitlicher Speicher abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden.

Konzept:

Schnell ließ sich der Bauherr davon überzeugen, dass das Gebäude als raumbildende Kante um den allseits mit alten Gebäuden umschlossenen Hof von großer Bedeutung ist, und erhalten werden sollte.
Das stark vom Hausbock befallene Holztragwerk wurde instandgesetzt, die Wasseraufnahme der porösen Backsteinfassade durch hydrophobierende Imprägnierung herabgesetzt.
Das Obergeschoss ist gedämmt und zur Ferienwohnung ausgebaut worden (http://www.ferienhausmiete.de/ferienhaus_details.php?obj_nr=52324)
Die Anmutung des alten Speicherbodens ist dabei im Inneren und von außen erhalten geblieben.

Status:

Fertigstellung 12/2012

Seitenansicht vor der Maßnahme
Seitenansicht vor Durchführung der Maßnahme
Seitenansicht nach dem Umbau
Seitenansicht nach dem Umbau
Ansicht von der Hofseite vor der Maßnahme
Ansicht von der Hofseite vor Durchführung der Maßnahme
Ansicht von der Hofseite nach dem Umbau (Hofgestaltung Ing.-Büro Biethahn und Partner)
Ansicht von der Hofseite nach dem Umbau (Hofgestaltung Ing.-Büro Biethahn und Partner)
Fensterdetail vor der Maßnahme
Fensterdetail vor Durchführung der Maßnahme
Fensterdetail nach Umbau
Fensterdetail nach Umbau
Schlafzimmer (Möblierung durch Bauherrn)
Schlafzimmer (Sämtliche Möblierung durch Bauherrn, außer Küchenzeile und Waschtischunterschrank im Bad)
Blick durch die Küche zur Außenterrasse
Blick durch die Küche zur Außenterrasse
Blick aus der Küche in den Wohnbereich
Blick aus der Küche in den Wohnbereich
Blick aus der Küche zum Kaminofen
Blick aus der Küche zum Kaminofen
Badezimmer
Badezimmer

von der Baustelle:

07/2012
07/2012

HL42 – Umbau und energetische Sanierung eines Einfamilienhauses

Dachgeschoss nach dem Umbau
Dachgeschoss nach dem Umbau

Dachgeschoss vor der Maßnahme
Dachgeschoss vor der Maßnahme

Hintergrund:

Dieses Einfamilienhaus sollte nach dem Erwerb umgebaut, instandgesetzt und energetisch saniert werden.

Konzept:

Erstellung eines Energiekonzeptes, diffusionsoffene Dachkonstruktion mit 30cm Zellulosedämmung, dabei Neueindeckung mit den Hohlziegeln aus Ton.
Ersatz der Fenster durch dreifach verglaste Fenster, teilweise großzügige Vergrößerung der Öffnungen.
Umbau im Innenbereich, z. B. breite Wanddurchbrüche, Küchenplanung, Badplanung, Instandsetzung der Heizung, einschl. Schornstein, neue Heizungsverteilung einschl. Heizkörpern, Erneuerung der Trinkwasserverteilung, komplette Elektroverteilung und EDV-Verkabelung.
Vorbeitung der Dachanschlüsse für eine spätere Außenwanddämmung.

Status:

Fertigstellung 06/2012

von der Baustelle:

03/2012
03/2012

H11 – Grundinstandsetzung, Umbau und energetische Sanierung einer Backsteinvilla

Ansicht Straßenseite
Ansicht Straßenseite

Hintergrund:

Diese schöne Backsteinvilla sollte nach dem Erwerb umgebaut, instandgesetzt und energetisch saniert werden.

Konzept:

Erstellung eines Energiekonzeptes, diffusionsoffene Dachkonstruktion mit 30cm Zellulosedämmung, dabei Neueindeckung mit den Hohlziegeln aus Ton. (Original als Muster wurde in Schuttresten im Dachrandbereich gefunden.) Schwammsanierung Dachsparren und Deckenbalken, Schadstoffuntersuchung, Ersatz der Fenster durch dreifach verglaste Holz-Aluminium Fenster, teilweise großzügige Vergrößerung der Öffnungen.
Umbau im Innenbereich, z. B. breite Wanddurchbrüche, Küchenplanung, Badplanung, Instandsetzung der Heizung, einschl. Schornstein, neue Heizungsverteilung einschl. Heizkörpern, Erneuerung der Trinkwasserverteilung, komplette Elektroverteilung und EDV-Verkabelung.

Status:

Fertigstellung 05/2012

Ansicht Gartenseite nach der Maßnahme
Ansicht Gartenseite nach der Maßnahme
Ansicht Gartenseite vor dem Umbau
Ansicht Gartenseite vor dem Umbau
Oberflächen
Oberflächen
Badezimmer
Badezimmer
Innentreppe
Innentreppe

von der Baustelle:

12/2010
12/2010

KE2 – Energetische Sanierung und Umbau eines Einfamilienhauses

Ansicht von der Straße
Ansicht von der Straße
Blick durch die neue Glasfassade aus dem Treppenhaus im OG
Blick durch die neue Glasfassade aus dem Treppenhaus im OG

Hintergrund:

Im Anschluss an eine Energieberatung sollte das Einfamilienhaus mit Anbau energetisch saniert werden. Insbesondere die alte Ölheizung („das ganze Haus stinkt danach“) sollte durch eine ökologischere Holzheizung ersetzt werden.
Weiteres Manko war die mangelhafte Orientierung für Besucher, der Eingang war schwer zu finden und es sollte auch mehr Tageslicht ins Haus kommen.

Skizze: Ansicht neuer Eingang
Skizze: Ansicht neuer Eingang

Konzept:

Erstellung eines Energiekonzeptes und Unterstützung bei der Beschaffung von Fördermitteln für ein KfW-Effizienzhaus.
Rückbau der Ölheizung, Ersatz durch Pelletkessel mit Solarunterstützung.
Diffusionsoffene Dachkonstruktion mit 30cm Zellulosedämmung, Ausfüllen der Mauerwerkshohlschicht mit Einblasdämmung, Ersatz der Fenster durch dreifach verglaste Holz-Aluminium Fenster, teilweise großzügige Vergrößerung der Öffnungen.
Eingangsportal mit breiter vorgestellter Freitreppe und Vordach vor dem inneren Treppenhaus, dadurch selbsterklärende Markierung des Einganges. Auch hier Vergrößerung der kleinen Gaubenfester und dadurch Schaffung eines lichtdurchfluteten Treppenraumes mit großzügigem Blick nach außen.

Status:

Fertigstellung 11/2010

von der Baustelle:

07/2010
07/2010

K11 – Energetische Sanierung eines Zweifamilienhauses

Ansicht von der Straße
Ansicht von der Straße

Hintergrund:

Im Anschluss an eine Energieberatung sollte die Doppelhaushälfte (Bj. 1950) samt Anbau energetisch saniert werden. Das Hauptaugenmerk wurde neben der Energieeinsparung
(KfW60-Haus) auf möglichst natürliche/ökologische Materialien, hier insbesondere im Innenraum, eine regenerative Energieerzeugung und die gestalterische Aufwertung gelegt.

Konzept:

Erstellung eines Energiekonzeptes und Unterstützung bei der Beschaffung von Fördermitteln für ein KfW-Effizienzhaus.
Fassade des Altbaus als vorgehängte, unbehandelte Lärchenholzschalung mit Zellulosedämmung, Keller und Dach (Hanf) wurden gedämmt, im Anbau nur Kellerdämmung. Vorh. Fenster durch dreifach verglaste Holz-Aluminium Fenster erneuert.
Automatisch beschickter Pelletkessel mit solarer Heizungsunterstützung ersetzt die vorhandene Ölheizung.
Abbruch aller Treppen und Vordächer. (Wärmebrücken)

Status:

Fertigstellung 09/2010

Ansicht von der Straße vor Beginn der Maßnahme
Ansicht von der Straße vor Beginn der Maßnahme
Ansicht von der Straße nach dem Umbau
Ansicht von der Straße nach dem Umbau
Nachgegraute Fassade ca. 8 Jahre später
Nachgegraute Fassade ca. 8 Jahre später
Fensterdetail vor Beginn der Maßnahme
Fensterdetail vor Beginn der Maßnahme
Fensterdetail nach dem Umbau
Fensterdetail nach dem Umbau
Fassadendetail
Fassadendetail

LH45 – Grundinstandsetzung, Umbau und energetische Sanierung eines Einfamilienhauses

Ausschnitt Fassade am Übergang zum Anbau
Ausschnitt Fassade am Übergang zum Anbau
Ansicht Giebel Gartenseite
Ansicht Giebel Gartenseite
Detailansicht Gaube
Detailansicht Gaube

Hintergrund:

„Warum schiebt Ihr das nicht einfach zur Seite und baut neu?“ war quasi die Begrüßungsformel der neu auf der Baustelle erscheinenden Handwerker.
Wir waren fest überzeugt, dass eine energetische Sanierung, Umbau und Instandsetzung des vorhandenen Siedlungshauses die ökologisch und ökonomisch sinnvollere und nachhaltigere Lösung ist. Zudem war es für den Vorbesitzer, der aus Altersgründen das Haus verlassen musste, eine Erleichterung zu
wissen, dass sein Haus nicht abgerissen wird. So gesehen hatte die Maßnahme auch einen sozialen Aspekt.

Konzept:

-Ökologisches Konzept
Fast alle Bauteile können wiederausgebaut, wiederverwendet oder ohne aufwendige Trennung entsorgt werden, bauschaumfreie Baustelle, Bauteile sind im wahrsten Sinne zusammengeschraubt und die Fugen mit Stopfhanf ausgestopft. Holz war in dieser Hinsicht sowohl konstruktiv als auch subjektiv der Baustoff erster Wahl. Vorgehängte Fassade aus wärmebrückenoptimierten Holz-Stegträgern, Zellulosedämmung, Fassade aus unbehandelter, heimischer Lärche, Bodenbeläge aus geölten Eichendielen. Anstelle von Folien diffusionsoffene Konstruktionen aus Holzwerkstoffen.
-Energetisches Konzept
Erstellung eines Energiekonzeptes und Unterstützung bei der Beschaffung von Fördermitteln für ein KfW-Effizienzhaus.
Nutzung des intakten Rohbaus (Wände, Decken, Treppen und Dachstuhl) als Tragkonstruktion und Wärmespeicher, energetisch Sanierung mit möglichst natürlichen Materialien. Angestrebt wurde das Niveau EnEV-30%, (=30% besser als Neubaustandard) eine anschließende Berechnung führte sogar zu einer Unterschreitung der HT ́-Forderung (durchschnittlicher Dämmwert der Bauteile) um 46%. Das Haus unterschreitet Vorgaben der zum Zeitpunkt der Fertigstellung gültigen EnEV somit deutlich und erreicht den KfW55 Standard.
-Haustechnisches Konzept
Regeneratives Energiekonzept, Rückbau der Gastherme, neue Heizlast von nur 4,5 kW wird durch wassergeführten Pelletwohnraumofen in Kombination mit Solarkollektorenanlage und 2,5 KW Mini-Wärmepumpe bereitgestellt. Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung (>85%) reduziert die Lüftungswärmeverluste und gewährleistet die optimale Luftwechselrate.
Erhaltene Dreikammerklärgrube wurde gereinigt und zur Regenwassernutzungsanlage (WCs und Gartenbewässerung) mit Überlauf und Versickerung umgebaut.
-Architektonisches Konzept
Zeitpunkt der energetischen Sanierung bietet Chance ein Gebäude architektonisch aufzuwerten, insbesondere Lösung der Schnittstellen zwischen den Gewerken – um die sich sonst niemand kümmert – die irgendwie im Baualltag entstehen und vorzugsweise unter Leisten oder klobigen Verbretterungen verschwinden.
Sichtbarmachung der Entstehungsgeschichte: Zur Straße liegender Altbau aus den Fünfziger Jahren erhält vorgehängte, hinterlüfteten Fassade (mit schwarzen Faserzementtafeln). Später erstellter, gartenseitiger Anbau ist mit Lärchenholz verschalt.
Der sich über zwei Fassadenseiten erstreckende, mit Lärchenholztrapezschalung ausgefachte Schlitz fasst die etwas beliebig angeordneten, vorhandenen Fenster gestalterisch zusammen.
Das homogene Dachgeschoss liegt dann zusammenfassend über den beiden Gebäudeteilen.
Ein klares, ruhiges und einfaches Motiv, das in den engen Grenzen des Bestehenden eine neue Identität schafft.
-Kosten
Feststellung der Sanierungs-/Umbaukosten nach DIN276 Kostengruppen 300+400 (=Baukonstruktion und technische Anlagen)
Die Kosten für ein gleichartiges neues Gebäude lagen ca. 50-60% über den Umbaukosten. Dabei bleibt der notwendige Abriss und bewilligte Fördermittel kostenmäßig sogar unberücksichtigt.

Status:

Fertigstellung 09/2009

Giebel Straßenseite vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Giebel Straßenseite vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Fassade am Übergang zum Anbau vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Fassade am Übergang zum Anbau vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Giebel Gartenseite vor der Maßnahme und nach dem Umbau
Giebel Gartenseite vor der Maßnahme und nach dem Umbau

G15 – Umbau und energetische Sanierung eines Gründerzeithauses

Visualisierung Perspektive
Visualisierung Perspektive

Hintergrund:

Objekt in eher einfacher Ausführung aus der Hochzeit des gründerzeitlichen Bauens. Massives, eineinhalbgeschossiges Kniestockhaus mit Zwerchgiebel, flacher Dachneigung und ursprünglich wahrscheinlich Teerpappendach.
Charakteristisch sind Symmetrie, gemauerte Zierbänder, Lisenen und Risalite, die Gliederung (Betonung) von Tür- und Fensterstürzen. Bei aufwendigeren Haustypen findet man oft noch die Giebelzier, (die kunstvollen Schnitzereien im Giebel) Erker und hochwertigere Materialien. (Z.B. Schieferdeckung)

Exkurs: Die Reichsgründung nach dem Deutsch-Französischen Krieg mit den nachfolgenden Reparationszahlungen Frankreichs an Deutschland und die Industrialisierung sorgten für einen nicht gekannten wirtschaftlichen Aufschwung, die so genannten Gründerjahre.
Die Bevölkerung wuchs stark an, nicht zuletzt durch verbesserte Hygiene und Steigerung der Lebensmittelproduktion. (Kunstdünger/Landmaschinen)
Die schnelle Schaffung neuen Wohnraums wurde notwendig. (Teilweise bestehen noch heute Dörfer zu 50% aus Häusern dieser Zeit.)
Neue Hausformen waren nötig und möglich. Durch neue industriell hergestellte Materialien, und durch die Verbesserung der Infrastruktur waren die Baustoffe auch überall verfügbar.

Konzept:

Das vorliegende Objekt sollte energetisch saniert werden und zwei Freiberuflern als Wohn- und Bürogebäude dienen.
Das kaum instandgehaltene Gebäude musste statisch ertüchtigt werden, und eine Asbestsanierung (Dachbeläge) war notwendig, bevor die energetische Sanierung hätte durchgeführt werden können.
Durchführung einer detaillierten, energetische Untersuchung und darauf aufbauend Erstellung eines Sanierungskonzeptes. Ziel war der seinerzeit geförderte KfW40 Standard. In diesem Zusammenhang sollte das Gebäude architektonisch aufgewertet und neu strukturiert werden.
Das haustechnische Konzept sah eine Pelletheizung, Kollektoren zur Brauchwassererwärmung und eine Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung vor.

Status:

Entwurf 04/2009, nicht realisiert

Perspektive Bestand
Perspektive Bestand
Perspektive Planung
Perspektive Planung

F6 – energetische Sanierung einer halben Reihenhauszeile

Ansicht von der Straße
Ansicht von der Straße
Ansicht Balkon, Übergang zum nicht gedämmten Teil
Ansicht Balkon, Übergang zum nicht gedämmten Teil
Ansicht der Giebewand
Ansicht der Giebewand

Hintergrund:

Im Anschluss an eine Energieberatung sollten das End- und das benachbarte Mittelhaus energetisch saniert werden. Insbesondere das Endhaus war im Winter kaum behaglich zu beheizen. Die Oberflächentemperatur der Giebelwand war sehr niedrig.
Die Siedlung aus den Fünfziger Jahren liegt im Ortsamtsgebiet Hamburger Walddörfer.

Konzept:

Die Haustechnik war bei beiden Häusern relativ neu, so dass nur die wärmegedämmte Hülle verbessert wurde. Dies musste mit Rücksicht auf die filigranen Anschlüsse und sehr viel Detailarbeit geschehen, z. B. beim schmalen Deckenrand des gartenseitigen Anbaus. Auch sollten die Fenster nicht in tiefen Laibungen verschwinden, sondern die gleiche Einbaulage wie im Originalzustand haben.
Holz-Aluminium Fenster mit besonders schmalen Rahmen vergrößern die Glasfläche und damit den Lichteinfall.
Bei dieser Gelegenheit wurden auch die Geländer an die aktuellen baurechtlichen Bestimmungen angepasst.
Die Berechnungen ergaben eine Endenergieeinsparung von 52%, die regelmäßigen Messungen der Bauherren bestätigen diesen Wert.

Status:

Fertigstellung 01/2009

Messwerte vor (blaue Balken) und nach (rote Balken) der energetischen Sanierung. Die schwarzen Balken zeigen die vor der Maßnahme rechnerisch ermittelten Werte.
Messwerte vor (blaue Balken) und nach (rötliche Balken) der energetischen Sanierung. Die grünen Balken zeigen die vor der Maßnahme rechnerisch ermittelten Werte. Der schwarze Balken markiert die Fertigstellung der Dämmung.
Ergebnis:
Durchschnitt letzte vier Jahre vor der Maßnahme: 20.130 kWh/Jahr
berechnet: 12.144 kWh/Jahr (minus 40%)
Durchschnitt erste fünf Jahre nach der Maßnahme: 10.393 kWh/Jahr (minus 48%)
Ansicht Gartenseite vor der Maßnahme
Ansicht Gartenseite vor der Maßnahme
Ansicht Gartenseite nach dem Umbau
Ansicht Gartenseite nach dem Umbau

von der Baustelle:

12/2008
12/2008